Appeasement today

Von Egon Wolfgang Kreutzer | Egon-W-Kreutzer.de | – Der Begriff Appeasement stammt aus der Zeit unmittelbar vor dem zweiten Weltkrieg und bezeichnet die verharmlosende und besänftigende Politik vor allem Englands gegen Hitlers Machtstreben und Annektionspolitik. Dazu gehörte das Stillhalten gegenüber Hitler, als er sich weigerte, weite Teile des Versailler Vertrags zu akzeptieren und den Anschluss Österreichs betrieb, vor allem aber auch die Unterzeichnung des Münchner Abkommens von 1938, mit dem weitere Gebietserweiterungen des Deutschen Reiches (Sudetenland, Böhmen und Mähren) anerkannt wurden.

Man ging davon aus, dass sich Hitler-Deutschland, wenn seine Ansprüche, sich als Hegmonialmacht in Ost und Südosteuropa zu etablieren, erst erfüllt wären, als wertvolles Mitglied in die europäische Staatengemeinschaft integrieren (lassen) würde.

Neville Chamberlain, damals britischer Premierminister, erklärte Ende September 1938, also weniger als ein Jahr vor Beginn der deutschen Polen-Offensive, er habe aus München einen ehrenvollen Frieden mitgebracht, und er rief seinen Landsleuten zu:“Nun gehen Sie nach Hause und schlafen Sie ruhig und gut.“

Als das Kind dann in den Brunnen gefallen war, erklärte Chamberlain dem Deutschen Reich den Krieg und trat kurz darauf zurück. 270.000 gefallene britische Soldaten und 62.000 zivile britische Kriegsopfer später kapitulierte die Wehrmacht nach einem Krieg, der insgesamt rund 50 Millionen Opfer gefordert hatte.

Es ist müßig, darüber zu spekulieren, ob es gar nicht oder nur zu einem begrenzteren Krieg gekommen wäre, hätte Chamberlain Hitler von vornherein Paroli geboten. Es kann aber kaum in Zweifel gezogen werden, dass diese Appeasement-Politik das Erstarken des Deutschen Reiches begünstigte, wenn nicht gar erst ermöglichte.

Ich muss jetzt, leider, den Begriff „Parallele“ erläutern, bevor ich ihn verwende, denn sonst könnte man mir wieder vorwerfen, ich würde dies mit jenem gleichsetzen, was nicht meine Absicht ist.

Zwei Geraden, die in einer Ebene liegen (erste Ähnlichkeit) und um einen beliebigen Betrag voneinander versetzt sind (Unähnlichkeit), sich aber, auch wenn man sie im endlichen Raum verlängert, nicht schneiden, die also in der gleichen „Richtung“ verlaufen (zweite Ähnlichkeit), sind parallel zueinander angeordnet.

Wenn ich also in der heutigen „Willkommenskultur“ eine Parallele zur Appeasement-Politik Chamberlains sehe, dann heißt das nicht, dass alle Zuwanderer IS-Kämpfer sind,
es heißt auch nicht, dass 1938 alle Deutschen Nazis waren, es heißt allerdings, dass ein erkennbares Gefahrenpotential nicht hinreichend analysiert und gegebenenfalls „entschärft“ wird, sondern dass mit beschwichtigenden Reden versucht wird, das Empfinden einer drohenden Gefahr zu sedieren.

Dazu hat jetzt Claudia Roth, die Empörungs- und Betroffenheitskünstlerin, vor dem Hintergrund der Ereignisse der Silvesternacht in Köln den Vogel abgeschossen.

Ja, empört sie sich, sexualisierte Gewalt gegen Frauen sei gaaaanz, gaaaanz schlimm, und darüber müsse man sich wirklich empören. Doch, so stellt sie fest, die Empörung richte sich ja gar nicht gegen diese Gewalt, sondern „auf die Aussagen, dass die potenziellen Täter nordafrikanisch und arabisch aussehen“.

Da kommt sie jenem Hund nahe, der den Stein beißt, von dem er getroffen wurde, ohne jedoch zu erkennen, dass der Stein ihn niemals getroffen hätte, hätte ihn nicht jemand geworfen.

Sie kommt ihm sehr nahe, versucht sich aber herauszureden, indem sie ausführt, sexualisierte Gewalt sei ja in Deutschland nichts Neues, die habe es schon immer gegeben, und die müsse geahndet und bestraft werden, und diie Frauen müssten geschützt werden, gerade so, als ob sich die gesamte Zuwanderungsproblematik hinter dem Schutzbedürfnis von Frauen verbergen ließe.

Köln war ein bisher einzigartiges und in Deutschland vollkommen unbekanntes Ereignis, bei dem nordafrikanische Antänzer in offenbar organisierten Strukturen vor dem Hauptbahnhof einen rechtsfreien Raum geschafffen und über Stunden aufrecht erhalten haben.

Köln ist, vor allen weiteren deutschen Städten mit ähnlichen Silvesternachtsereignissen, eine Parallele zum Einmarsch in Polen am 1. September 1939. Es hat sich gezeigt, dass neben den sicherlich vielen integrationswilligen Zuwanderern eben auch zu viele vollkommen unkontrolliert willkommen geheißen wurden, für die „Integration“ als das Unwort des Jahrhunderts gilt.

Das konnten die Wahrheitsmedien nicht einmal für eine Woche wegschweigen, das kann Angela Merkel trotz magischer Raute nicht weg-schaffen und das kann mit Claudia Roth mit ihrer Betroffenheit nicht wegemotionalisieren.

Es mag für Claudia Roth zwar keinen Unterschied machen, von wem Frauen in Deutschland begrapscht, bestohlen und vergewaltigt werden. Es mag für sie wichtiger sein, keinen Generalverdacht gegen Migranten in die Welt zu setzen als wirkliche Ursachenforschung zu betreiben.

Doch wenn sie nicht in der Lage ist zu erkennen, dass mit den unkontrolliert zugewanderten Migranten eine neue Qualität von Übergriffen in bisher nicht gekannter Quantität ins Land gekommen ist, dann kann ihr wahrscheinlich nur das persönliche Erleben noch zu besserer Erkenntnis verhelfen.

Ich wünsche es ihr nicht. Ganz bestimmt nicht. Aber ihr unerschütterlicher Multikultifanatismus ist wirklich nur schwer zu ertragen.

Trifft im gleichen und in abgeschwächtem Maße auch auf viele weitere PolitikerInnen zu.

Quelle: Egon-W-Kreutzer.de

Mit freundlicher Genehmigung. Danke, Wolfgang!

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